Lichtkurve 2012 DX75

Nachdem wir an der Sternwarte jetzt MPO-Canopus bekommen haben, musste ich gleich mal etwas damit rumspielen. Sehr eigenartige Software, allerdings scheint mir das gewagte Unterfangen, eine Lichtkurve von einem relativ neuen Kleinkörper (2012 DX75), geglückt zu sein. Allerdings bin ich mir nicht sicher was die Periode angeht. Grenzfrequenz die man detektieren kann ist sicherlich die Nyquist-Frequenz, allerdings macht der Schätzer dann Dinge, die nicht ganz durchsichtig sind. Also “preliminary/alpha” die Lichtkurve:

Lichtkurve von 2012 DX75

Lichtkurve von 2012 DX75

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2012 DA14

Im Moment gibt es einigen Wirbel um den Asteroiden 2012 DA14. Über zum Beispiel Twitter wird hartnäckig das Gerücht verbreitet, das dieser Asteroid am 15. Februar 2013 auf die Erde aufschlagen wird.

Ich möchte mal etwas zur Beruhigung beitragen. Nach jetzigen Kenntnisstand wird dieser Asteroid nicht die Erde treffen! (Und selbst wenn, würde er es wahrscheinlich nicht bis zum Boden schaffen sondern vorher verglühen.)

2012 DA14 wurde am 23. 02. 2012 von J75 (Observatorio Astronómico de La Sagra) entdeckt [1]. Einer der 4 großen Player im Aufspüren von Asteroiden. Bisher sind 115 Follow-Ups eingegangen [2]. Diese Follow-Up Beobachtungen dienen dazu den Orbit des Objektes genauer zu bestimmen. Das Objekt steht außerdem auf der “Unusual List” des Minor Planet Center, wird also mit hoher Priorität beobachtet. Es ist damit zu rechnen das spätestens in zwei Monaten so viele Beobachtungen vorliegen, dass die Bahn auf wenige Meter und Sekunden genau bestimmt werden kann.
Es handelt sich um ein Objekt der Apollo-Klasse, weitere Infos dazu finden sich zum Beispiel hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Erdnaher_Asteroid#Apollo-Typ

2012 DA14 Feb 2013 Annäherung
2012 DA14 Feb. 2013 Annäherung, Quelle: NASA/JPL Website

Die Gefahreneinschätzung sieht zur Zeit wie folgt aus: Torino-Scale = 0; Palermo-Scale = -4.0 [3]. Es geht also keine Gefahr von dem Objekt aus die der Rede wert wäre. Das Objekt ist mit einer absoluten Magnitude von 24,41 sehr dunkel und wird daher auf um/unter 45m Durchmesser geschätzt [4]. Es ist also selbst im Falle eines Eintretens in die Erdatmosphäre damit zu rechnen, dass dieses Objekt nicht (oder nur in kleinen Bröckchen) den Erdboden (bzw. das Wasser) erreicht, weil es vorher vollständig verglühen würde. Dennoch, er soll der Erde sehr nahe kommen, auf bis zu 35800km, was näher als Geostationäre Satelliten wäre.

Es handelt sich also eher um ein kleines Naturschauspiel, was Astronomie-Fans in ihrem Teleskop beobachten können, als um ein Weltuntergangs-Szenario.

UPDATE

Astronews.com hat jetzt auch einen lesenswerten Artikel dazu: http://astronews.com/news/artikel/2012/03/1203-009.shtml

[1]: http://www.minorplanetcenter.net/iau/lists/Apollos.html
[2]: http://minorplanetcenter.net/db_search/show_object?object_id=2012+DA14&commit=Show
[3]: http://neo.jpl.nasa.gov/risk/2012da14.html
[4]: http://neo.jpl.nasa.gov/news/news174.html

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Venus, Mond & Jupiter

Es lohnt wieder in den nächtlichen Himmel zu schauen. Das tut es ja eigentlich immer, aber jetzt stehen nämlich Venus, Mond und Jupiter in Konjunktion. http://www.wired.com/wiredscience/2012/02/live-feed-planets/

Das sieht dann so aus:

Nahaufnahme, unten die Venus, in der Mitte der Mond und oben Jupiter

Das Gleiche nochmal, als Stimmungsbild

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Der große Orionnebel

Bald ist er von unseren Breitengrad aus wieder nicht mehr zu sehen. Deshalb, als sozusagen verspäteter Jahresabschluss von 2011, hier ein Bild vom Großen Orionnebel M43/42. Aufgenommen am 31.01.2012 im Lohrmann-Observatorium, trotz Störung durch den Mond.

Bearbeitet wieder in meiner Standard-Pipeline mit dem Deep Sky Stacker pro Farbkanal, Kombiniert in MaximDL und HDR in LuminanceHDR mit der Mantiuk08 Methode. Feinschliff dann in Photoshop.

Der Große Orionnebel

Der Orionnebel. Belichtungszeit je 15 mal 30sec pro Kanal.

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Komet C/2009 P1 Garradd nahe M92

Aufgenommen am 03. Februar 2012 um 02:54 Uhr am Triebenberg-Observatorium. Zufällig habe ich im Sternwartenprogramm den Kometen nahe am Sternhaufen gesehen … und sie haben tatsächlich auf ein Bild gepasst. Aufnahme aus 7 L-Kanal Bildern zu je 90sec. Gestackt im DSS und mit LuminanceHDR und Photoshop nachbearbeitet.

Komet Garradd beim Sternhaufen  M92

Komet Garradd nahe Sternhaufen M92

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Lohrmobs 2011

Wir haben 2011 folgende Ergebnisse an der Sternwarte Triebenberg erzielt:

  • Für 2011 sind wir Platz 74 weltweit bei der Follow-Up Beobachtung von Asteroiden (von 458 Sternwarten die Einreichungen zum MPC gemacht haben)
  • Es sind von uns 1153 Beobachtungen eingereicht worden (7979004 insgesamt von allen)
    • Dazu ist zu beachten das die ersten 4 Observatorien jeweils weit über 1mio Beobachtungen und die nachfolgenden 5-8 jeweils weit mehr als 100k Beobachtungen eingereicht haben. Dies sind die offiziell damit beauftragten Standorte.

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Mond und Venus

Im Moment ist am Abendhimmel wieder die Venus zu sehen. Von Dresden aus wird das noch bis Mitte April der Fall sein. Also Baumarktteleskop auspacken und die Phasen beobachten.

Mond und Venus über den Dächern

Mond und Venus über den Dächern, aufgenommen 26.01.2012.

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Amateurastronomie Podcast

So nach einigen Zwischenfällen hat’s dann doch geklappt diese Sendung aufzuzeichnen. Danke nochmal an Jan für die schönen Gespräche und vor allem ans ColoRadio für das Studio. Bei den Hörern entschuldige ich mich nochmal für meinen Akzent … da müsst ihr halt durch wenn ihr was lernen wollt ;-)

https://www.c3d2.de/news/pentacast-40-hobbyastronomie.html

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Die Andromeda Galaxie

Rogelio Bernal Andreo schreibt auf seiner Internetseite zur Andromeda Galaxie:

M31 or Andromeda is without a doubt one of the most imaged objects of the sky, and one I knew I had to come back and try to get an image that at least escaped mediocrity. For that reason I focused on capturing an image that would allow me to get as many details as possible from the bright core that otherwise it tends to be either oversaturated or simply too bright to discern any details.

Und das kann ich nur bestätigen. Den Kern sauber hin zu bekommen ist wahre Kunst. Mir ist es, naja sagen wir mal zu 40% gelungen. Ich habe 22 Bilder im Roten Kanal zu je 60 Sekunden gestacked. Danach durch meine übliche Pipeline gejagt. Will man die Galaxienscheibe schön hell rausarbeiten wird der Kern sehr schnell ausgebrannt. Ist der Kern gut belichtet saufen die feinen Ärmchen im Dunkel ab. Selbst wenn man Schummeln will und in Photoshop den Kernbereich aus einem dunkleren Bild reinkopiert, gelingt das nicht. Dann bekommt man die Helligkeitsübergänge nicht richtig hin. Selbst härteste Einstellungen im HDR Tool führen zu keinem wirklich guten Ergebnis.

Also, obwohl M31 aka. Andromeda-Nebel aka. Andromeda-Galaxie eines der meist fotografierten Objekte am Sternenhimmel ist, ist es ebenso eines der anspruchsvollsten. Zumindest wenn man es auf Qualität anlegt.

Andromeda Nebel mit Lohrmobs 22 x 60sec

"Mein" Andromeda Nebel. Der Kern ist die Hürde, auch hier noch etwas überbelichtet. Aufgenommen am Lohrmann-Observatorium Triebenberg.

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Rosettennebel aka. NGC 2244

Den Rosettennebel gibt es so eigentlich gar nicht. Genau genommen sind es nämlich 5 Objekte die man umgangssprachlich als Rosettennebel bezeichnet. NGC 2244 ist dabei der innere Sternenhaufen, hier im Bild die 6er Konstellation unten rechts. NGC 2237, NGC 2238, NGC 2239 und NGC 2246 sind dann verschiedene Teile des rot leuchtenden Wasserstoffnebels. Wenn ich Muse habe, gibts vielleicht mal noch eine Aufklärung welche Nummer zu welchem Teil gehört.

Der Rosettennebel

Der Rosettennebel

Auch diese Aufnahme ist am Lohrmann-Observatorium in der wenigen Restzeit neben den wissenschaftlichen Aufnahmen entstanden. Insgesamt stecken 33 Bilder zu je 120sec Belichtungszeit drin. Nachbearbeitung habe ich wieder mit DeepSkyStacker und MaximDL gemacht, danach in LuminanceHDR eine tonemap-Bild erstellt und in Photoshop mit dem Original überlagert.

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Blaues Wunder mit neuer Beleuchtung

Auch wenn ich gegen noch mehr Lichtverschmutzung in unserer Stadt bin …

Blaues Wunder mit neuen Lampen, jetzt auch von der Seite angestrahlt.

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IC405 nochmal

Ich habe nochmal IC405 auf’s Korn genommen. Das Problem bei Astrofotos ist ja immer, dass man viele (gleiche) Aufnahmen benötigt um das Rauschen statistisch auszumitteln. Dabei muss man einen Drahtseilakt begehen. Zum Einen ist es so das man sich möglichst viele Aufnahmen (30+) pro Kanal wünscht, zum Anderen ist es aber so, dass man pro Bild möglichst lange Belichtungszeiten erreichen möchte damit auch noch “dunkle” Stellen eines Nebels zu sehen sind. Damit kommt man also so gut wie nie auf genügend Aufnahmen in einer Nacht. Zumindest bei uns im Lohrman-Observatorium kann aber so ein Farbbild ja nur gemacht werden, wenn alle wissenschaftliche Arbeit für eine Nacht abgeschlossen sind.

Da ich mit der zuletzt geposteten Version nicht zufrieden war, habe ich in einer weiteren Nacht nochmal 30 Minuten Belichtungszeit spendiert. Die Nachbearbeitung habe ich auch nochmal etwas modifiziert. Dieses Mal habe ich ein “normal” gestacktes Bild, in Photoshop, mit einer weichgezeichneten HDR-Version multipliziert.

Die neu bearbeitete Version vom IC405 Nebel. Jetzt mit 30 Minuten weiterer Belichtungszeit und modifizierter Nachbearbeitung.

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2005 YU55

Heute Abend gibt es für Asteroiden-Fans mit größeren Teleskopen und/oder wirklich guten CCD Sensoren einen besonderen Leckerbissen. 2005 YU55 (in der twitter-Welt #YU55) fliegt 23:28UTC also 24:28MEZ nur sehr knapp an der Erde vorbei. Dabei wird er nach meinen Berechnungen mit xephem im sichtbaren Band etwa 12mag Hell, möglicherweise sogar bis 11.2mag. Er dürfte damit für geübte Beobachter in 10” Teleskopen sogar mit bloßem Auge sichtbar sein. Im 8” könnte man, bei Nachführung auf das Objekt, sicherlich sogar im 8-Zöller mit einer CCD-Kamera was sehen.

Für Dresden (genau genommen den Triebenberg) ist hier eine grobe Aufsuchkarte für heute Nacht. Für eigene Beobachtung sollte man sich auf die Solar System Dynamic Group des JPL verlassen: ssd.jpl.nasa.gov/horizons.cgi

Übersichtskarte für 2005 YU55 für 8.-9. November für C01 (nahe Dresden), Quelle: Xephem

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IC 405

Auch bekannt als “Flaming Star Nebula”. Aufgenommen am Lohrmann-Observatorium Triebenberg. Insgesammt 40 Minuten Belichtungszeit in 40 Aufnahmen.

IC 405

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Messier 42 & 43

So nachdem am 30. September die ganze Nacht Exoplaneten dran waren bin ich früh um 5:00 Uhr doch nochmal schwach geworden. Der Orion stand da schon am Himmel (es wird verdammt schnell Winter …) und was sollte es da anderes werden als der große Orion Nebel. Weil ich aber schon hundemüde wollte ich den Spaß aber innerhalb von 10 Minuten fertig bekommen. Also dachte ich mir, der Rot-Filter macht einen schönen Kontrast, also wird es ein Schwarzweiß-Bild aus dem Rotkanal. Insgesamt sind so 5 Minuten Belichtungszeit zusammengekommen, bei 15 Aufnahmen. Nachbearbeitung mit DSS, LuminanceHDR und PS. Mittlerweile meine eingespielte Pipeline.

Messier 43 und 42, monochrom aber leicht getönt. Der nur der Rotkanal wurde verwendet.

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